Chicolas Deckbautipps

Bevor man in RO auf Monsterjagd gehen kann, muß man sich dafür ein entsprechendes Deck zusammenstellen. Für die ersten Kämpfe reicht es aus, ein bunt zusammengewürfeltes Deck zu verwenden. Je weiter man voranschreitet, desto wichtiger wird es jedoch, sich Gedanken zum Deck selbst zu machen. Dabei gibt es auch nicht das eine perfekte Deck für alles, sondern man muß es am Gegner ausrichten.

In RO gibt es viele Wege die zum Ziel führen und nichts ist falsch oder richtig. Ich möchte Euch gern ein paar grundlegende Tipps zum Deckbau geben, mit denen ich erfolgreich gewesen bin.

Anteil Ressourcen:
Für die meisten Karten braucht man Macht oder das entsprechende Element um diese auszuspielen. Ich packe immer rund die Häfte des Decks mit Ressourcenkarten voll. Damit schaffe ich es vor allem am Anfang im Durchschnitt auch genug Ressourcen zu ziehen, um Karten ausspielen zu können. Wer viele teure Karten im Deck hat, sollte eventuell etwas mehr Ressourcen reinpacken. Wer nur kostenlose und billige Karten hat, kann weniger Ressourcen ins Deck nehmen.

Ressourcekurve:
Es gibt teure und billige Karten. Hier gilt es das richtige Maß zu finden. Bewährt hat es sich, in etwa einer Glockenkurve zu folgen. Also wenige sehr billige und wenige sehr teure Karten zu verwenden und dafür einen robusten Mittelbau mit einer Menge Karten die zwei oder drei Ressourcen kosten. Gern wird der Fehler gemacht, sich nur teure Karten ins Deck zu packen. Dann verliert man aber schon so viel Gesundheit bis man wirklich loslegen kann, das es eng wird. Setzt man im Gegenteil nur auf billigste Karten, so fehlt einem zum Schluss oft die „Kraft“ zum Kill. Es hängt auch stark vom Gegner ab. Bei kleinen Gegnern arbeitet man mit vielen billiigeren Karten. Bei Bossfights arbeitet man eher mit teuren Karten. Da sind die Ressourcen später meist weniger das Problem als der Kartennachfluss. Und da ist es gut, geweils „dicke“ Karten zu bekommen als kleine, die kaum noch was bewirken.

Deckgröße:
Das ist ein leidiges Thema :wink: Wichtig ist hier zu wissen, daß das Deck nicht leer laufen kann. Sind die Karten aufgebraucht, so werden alle Karten neu gemischt und das Ziehen beginnt von vorn. Hiervon gibt es zwei Ausnahmen. Tränke (Heiltränke, Krittränke etc) die ausgespielt wurden, werden nicht wieder eingemischt. Außerdem werden alle Karten die zu dem Zeitpunkt auf dem Tisch liegen, ebenfalls nicht mehr eingemischt. Das sind in der Regel ausgespielte Gefährten. Zukünftig werden getötete Gefährten auch nicht mehr ins Deck zurückgemischt.
Das Mischen der Karten dauert ein paar Sekunden und während dessen kann man keine Karten ausspielen. Lediglich die Gefährten auf dem Tisch können agieren. Und natürlich der Gegner, der da keine Gnade kennt. Somit könnte man auf die Idee kommen, immer mit großen Decks zu arbeiten, um diese Mischpause zu eliminieren. Meine Empfehlung lautet dennoch:
Reduzierung der Kartenanzahl bis zum Minimum von 40 Karten und höchstens ein paar Karten drüber. Die Karten in RO haben einzigartige Effekte. Es gibt nur wenige Karten, die den gleichen Effekt haben (z.B. eine weiße und eine grüne Heilaura). Jedes Deck verfolgt ein Ziel und benötigt dafür die entsprechenden Karten. Seien es Tanks, sei es Heilung, seien es Stuns … Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, diese Karten zu ziehen, sollten so wenig wie möglich andere Karten im Deck sein. In einem 40er Deck einen von drei Heilungen zu ziehen ist deutlich wahrscheinlicher als in einem 80er Deck die drei Heilungen zu ziehen. Jetzt könnte man natürlich die Anzahl der Heilungen im Deck verdoppeln. Das setzt erstmal voraus, daß es 2 unterschiedliche Karten mit dem gewünschten Effekt gibt. Und auch dann mag statistisch die Wahrscheinlichkeit gleich bleiben. In der Praxis zieht man dann aber entweder gar keine oder alle auf einmal.
Mit dem Verzaubern von Karten kommt ein weiteres Argument für minimale Deckgrößen. Wenn man nicht Unsummen an Echtgeld investieren will, kann man sich beim Verzaubern nur auf wenige Karten konzentrieren. In einem kleinen Deck, was oft durchgemischt wird, profitiert man von diesen gepimpten Karten immer wieder. Bei einem längeren Bosskampf fünfmal oder mehr so oft wiebei einem großen Deck.
Meine Empfehlung ist also nach wie vor sehr klar: minimale Deckgröße

Anzahl gleicher Karten im Deck:
Man könnte sein Deck nach dem Motto zusammenstellen, für jede Eventualität gerüstet zu sein. Und jeweils eine Karte für die entsprechende Situation ins Deck zu packen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, gerade zu dem Zeitpunkt diese eine Karte zur Verfügung zu haben, wo man sie braucht. Das wird noch dadurch verschärft, daß man bei RO im Gegensatz zu vielen TCGs Karten nicht auf der Hand behalten kann. Einmal durchgescrollt ist sie weg. Deshalb ist es wichtig, sich auf sein Deckziel zu konzentrieren und wenn man eine Karte rein nimmt, dann gleuch drei mal (sofern man drei im Besitz hat). Bei niceToHave-Karten kann man auch mal auf zwei runtergegen. Aber nur eine Kopie einer Karte im Deck zu haben ist wie keine Kopie im Deck zu haben, also sollte man es vermeiden.

Das waren alles meine persönlichen Meinungen. Letztendlich ist RO auch immer noch ein Glücksspiel. Und wenn permanent die falschen Karten kommen, dann ist es halt Pech. Oder Lord schummelt sie im Hintergrund einem unter :wink: Aber mit gutem Deckbau kann man diesen Glücksfaktor minimieren. Man senkt die Wahrscheinlichkeit, unbrauchbare Karten für den Moment zu ziehen.

Chicola

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Hut ab :heart_eyes:, eine wunderschöne Sammlung von wertvollen Tipps. Auch wenn ich persönlich lieber mit 60 Karten spiele + Tränke und auch finde dass das mit maximal 1-2 Farben super funktioniert, kann ich deine Begründung nachvollziehen. Später mit 3 und noch mehr Kamfpslots sieht es dann ja sowieso wieder anders aus :wink:

Ich denke mit kommenden Update, könnte man diese Tipps ein wenig überarbeiten :wink: .

Durch die Möglichkeit nun gezielt Karten zu spielen, sollte es nun auch leichter sein, mehr Karten in einem Deck vernünftig spielen zu können :wink: Außerdem wird dadurch ja auch der Glücksfaktor stark reduziert, da man nun nicht mehr 100% darauf angewiesen ist, dass die Karten auch in der richtigen Reihenfolge kommen müssen :hugs::+1:.

Ich denke, das ist im Endeffekt auch einer der größten Vorteile vom neuen System. Da wir alle wissen wie schwer es ist eine genaue Reihenfolge vorherzusagen, können nun taktischere und vor allem auch variablere Decks verwendet werden, als je zuvor.

Bin jedenfalls gespannt…

Ich selbst werde erstmal keine neuen Decks oder Deckbautipps hier schreiben. Zum einen gibt es noch einige andere gute Spieler. Diese dürfen auch gern mal Decks und/oder Tipps veröffentlichen. Damit gäbe es dann eine breitere Sichtweise und nicht nur eine subjektive Darstellung.
Außerdem werden meine Decks immer wieder genervt (aktuell ja auch wieder). Damit bleiben die Tipps dann nicht lange hilfreich und irritieren möglicherweise neue Spieler dann.
Kurzum, ich überlasse das Feld gern anderen.

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Also ich fand deine Tipps sehr gut :+1: - aber natürlich ist es immer nur eine sehr subjektive Meinung :slight_smile: - doch jetzt mit der neuen Kampfmechanik sieht es natürlich wieder ganz anders aus :heart_eyes: - ich gehe aber davon aus, dass gerade dir das neue Prinzip Freude bereiten wird. Reduzierung des Glücksfaktors müsste dich ja generell ansprechen :wink:

Ich hoffe du meinst mit dem Nerf nicht, die Anpassungen von Stun/Machtkarten? Generell denke ich jedoch, wenn etwas als Nerf empfunden wird, dann war es wohl definitiv zu mächtig - also eben nicht balanced :wink:

Die Änderungen betreffen hauptsächlich nur die neue Kampfmechanik, da dies sehr viele Vorteile bringt, aber auch gerade Macht und Zauber zueinander besser Differenzen muss :muscle:

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